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Samstag, 9. Juni 2012

Die abseitige Presseschau zur EM

"Die EM steht vor der Tür, da muss es doch noch das Ein oder Andere zu berichten geben, was in irgendeiner Form verwurstet werden kann." 
Bei so mancher Meldung (auch auf den großen Nachrichtenseiten) kommt es mir so vor, als ob genau das der einzige Antrieb war, den entsprechenden Content zu produzieren. Allerlei Unnützes weit abseits des Fußballs wurde da zusammengeschrieben und -geklickt - ich habe mir einen Überblick verschafft. Eine Auswahl der abseitigen Topthemen zur EM.

Maskottchen-Bashing

Der einhellige Tenor: Die Maskottchen Slavek und Slavko sind das Produkt einer weltfremden Marketingagentur, wie bei jeder FIFA/UEFA-Veranstaltung. Die beiden bunten Wichte haben keine landestypischen Namen verpasst bekommen und sehen natürlich, wie immer, schrecklich aus. An dieser Stelle kann auch immer an Goleo (der mit dem sprechenden Ball, aber ohne Hose) erinnert werden, wie bei jeder FIFA/UEFA-Veranstaltung. Beispielhaft die taz:

„Slavek und Slavko oder SS“ - KEIN POLE HEISST SLAVEK UND KEIN UKRAINER SLAVKO
Das Team von ran.de hat gleich, was würde näher liegen, eine Klickstrecke mit allen Maskottchen kreiert.

Songs zur EM

Eine ganz sichere Bank in Sachen "Aufreger und Peinlichkeiten" sind natürlich die Unmengen an Songs, die zu jeder Fußballgroßveranstaltung auf den Markt geworfen werden. In Deutschland versucht inzwischen jeder Provinz-DJ sein Stück vom Kuchen abzubekommen. Die 11freunde haben eine hübsche Aufstellung gemacht (in die leider auch die Kneipenterroristen, eine Band aus dem rechten Spektrum) geraten sind.
Außen vor gelassen wurde dabei zum Glück der Song von Matze Knop und Waldi Hartmann, der sich wie einer von Knops verkorksten Witzen (nur eben 3 Minuten lang) anhört. Spiegel Online war sich nicht zu schade dem Quatsch in Form eines vorproduzierten Videos einer Nachrichtenagentur eine Bühne zu geben (und dass dann auch noch im Sport- und nicht im Wald-und-Wiesen-Ressort zu veröffentlichen).
Der offizielle EM-Song der Polen ist natürlich auch ein Thema. Darbietung und Musik erinnern stark an den russischen ESC-Beitrag und Focus und Express und viele andere liefern ironisch-witzige Beiträge dazu.


Orakel...

Krake Paul ist tot, es leben die neuen Orakel! Zur Fußball-EM müssen natürlich Ersatz-Orakeltiere her. Der Vorteil an dieser Methode zur Ergebnisvorhersage - es werden genau gar keine Vorkenntnisse in Sachen Fußball benötigt. Da werden Elefanten, neue Kraken, Seidenhühner, Hunde und viel anderes Getier bemüht, um den Ausgang der Spiele vorherzusagen. Man kann die Tierchen niedlich finden, seine Witzchen machen und hat sogar noch eine Prognose für das kommende Spiel. Irgendein Grottenolm wird bestimmt zweimal in Folge richtig liegen und die internationale Presse kann sich dann endgültig darauf stürzen.
Vorab-Berichterstattung ist natürlich auch gegeben: Was der Thüringischen Landeszeitung nur eine Meldung im Kinderteil wert ist, verwurstet die Bild natürlich zu einer Klickstrecke für die Großen.


...und andere Mutmaßungen zum Turnierausgang

Jeder noch so abstrusen Methode zur Vorhersage des Turnierausgangs wird Gehör geschenkt (siehe Orakel). Im Fußballmarkt-Blog der Wirtschaftswoche werden die medienwirksamsten Wahrsagemethoden vorgestellt: Vom Auskungeln mittels EA Sports-Simulation über die einfache Addition von Marktwerten bis hin zu den EM-Prognosen der TU Dortmund.

Außer Konkurrenz

Gesondert hingewiesen sei zum Abschluss nochmal auf die tolle Meldung der FTD, dass belgische Fans ihre Unterstützung zur EM versteigern sowie auf eine fragwürdige Klickstrecke des Kuriers mit dem Titel "Die Euro wirft viele Fragen auf" - genau wie die Klickstrecke selbst, denn was fällt einem zu einem Bild griechischer Fans ein, das wie folgt betitelt ist:

"Schlafen die Griechen unter einem Rettungsschirm, weil sie sich die sauteuren ukrainischen Quartiere nicht leisten können?"


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